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Bericht von Stefan Häsler
Es ist Mittwoch, der 04. August 2004. Es ist kein Wölkchen am Himmel zu sehen und Peter Koen,
Reinhold Becker, Hans-Georg Reiter und Stefan Häsler (alle ASP/.Net-German Community) sowie Harald Richter
(hochgeschätzter Schiffsführer der Wiener Wasserrettung) treffen sich mehr oder weniger pünktlich um 11:00 Uhr
am Wiener Hafen Kuchelau mit dem Vorsatz, eine Bootsfahrt nach Bratislava zu machen. Zeitlich schon
etwas unter Druck, da die Schleuse Nussdorf pünktlich erreicht werden sollte, wurden wir der Lotte Hass, so
der Name unseres Gefährtes, vorgestellt und auch gleich damit beauftragt, sie für die Fahrt vorzubereiten.
Nachdem schließlich auch noch Jaser Elmorsy und Max Hauser (SQL Server Usergroup Austria) eingetroffen waren,
konnte es dann endlich losgehen. Natürlich nicht, ohne sich vorher noch ein Manöverschlückchen zu genehmigen.
Schließlich war die Schleuse passiert und wir lernten Wien während der Fahrt über den Donaukanal aus
einer für viele neuen Perspektive kennen.
Gegen 11:30 Uhr erreichten wir dann unser erstes Ziel - Orth an der Donau - und überzeugten den Koch davon, für uns
ausgezeichnete Eierspeise mit Speck und Zwiebeln zu kochen, auch wenn diese nicht auf der Speisekarte zu finden war.
Mehr oder weniger gesättigt ging es dann weiter, vorbei an wenig motivierten, aber immer für ein Schwätzchen zu habenden,
österreichischen Grenzgendarmen.
15:30 Uhr war es dann soweit, wir legten am Steg vom Milos in Bratislava an, in freudiger Erwartung von Budweiser, Zwiebel- und
Krautsuppe, sowie Gegrilltem. Die hochgesteckten Erwartungen wurden vollständig erfüllt und so schipperten wir, jetzt mit
vollen Mägen, weiter Donauabwärts zu einem Seitenarm der Donau, an dem man herrlich baden kann. Da nur Warmduscher Badehosen
zum Schifffahren mitnehmen, vergnügte man sich ohne Hosen im Wasser, wobei sich Peter als heißer Anwärter für den
Weltmeistertitel im Wasserbomben machen herausstellte.
Nachdem wir erfrischt waren und das Boot von Algen befreit wurde,
hätte der Motor gestartet werden sollen, um die Heimreise anzutreten. Leider hatte sich zwischenzeitlich eine Schiffsleine
in denselben verliebt, was dazu führte, dass sich die Schiffsschraube keinen Zentimeter bewegte. Also auf ein neues die Hosen
aus, Werkzeug geschnappt und ab ins Wasser Schraube abmontieren und die beiden gewaltsam voneinander trennen. Nachdem auch
dieses Problem von unserem Schiffsführer meisterlich gelöst wurde, ging es endlich weiter Richtung Wien.
Durch die kleine
Verzögerung mit der Leine war es allerdings leider etwas zu spät, um den slowakischen Zöllnern zu melden, dass wir gerne
wieder ausreisen würden. Die sind nämlich ganz pünktlich und schließen ihr Büro um 18:00 Uhr. Tja, deshalb noch auf ein
Pläuschchen bei den österreichischen Grenzgendarmen vorbei um uns wenigstens bei diesen zurückzumelden. Anschließend
wurden die letzten Kilometer der Rückreise in Angriff genommen. Während der langen Wartezeit in der Schleuse machte dann noch
Stefan Bekanntschaft mit einer Möwe, die ihre Exkremente über ihm entlud.
Erschöpft von der vielen Sonne ankerten wir dann um ca. 20:30 Uhr vor der WaterWorld in Wien, wo noch zu Abend gegessen und
das ein oder andere Bier getrunken wurde.
Zum Abschluss wurden uns dann auf eindrucksvolle Weise noch die fahrtechnischen Möglichkeiten des Bootes bewiesen und das
Boot im Hafen Kuchelau geparkt. Nach einem wunderschönen Tag im Kreise einer netten Community auf der Donau wurde dann die
Heimreise angetreten.

Es gibt noch weitere Fotos von Peter und Reinhold.
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