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  Listen-Ski-Treffen 2003 - The Day After II (von Bernhard Spuida)    
   
  

The Day After, Episode II

Um der edlen Tradition der Filmindustrie zu folgen gibt es eine Fortsetzung. Das erste Listentreffen der Coffeehouse-Liste war ja ein voller Erfolg, was liegt also näher als eine Fortsetzung? Da der eine oder andere Teilnehmer eventuell Erinnerungslücken haben könnte, haben wir noch ein Argument für diesen Bericht :-) Genug der Vorrede.

Wieder einmal ein Dramatis Personae: Stefan Häsler, Herbert Hahn, Christian Marin, Tom Kellersohn, Rene Paschold, Andreas Roth, Andreas Rudischhauser, Bernhard Spuida (meine Wenigkeit), Christoph Wille.

Freitag - der Prolog

Wie schon beim letzten mal der Tag der Anreisen und Telefonate. Nach der Futteraufnahme trafen sich die bereits anwesenden Skifahrer in 'Leos Heuriger' - einer wie der Name sagt Österreichischen Weinstube. Logischerweise wurde dort von uns ausschließlich Bier getrunken. Fotos davon gibt es keine, naja, egal, sieht ja auch nicht sooo spektakulär aus wenn ein Tisch voller Programmierer versucht sich gegenseitig mit Anekdoten über fossile Hardware und Betriebssysteme zu überbieten.

Anschließend wurde wieder einmal Judy's Würstelstand heimgesucht. An dieser heimeligen Stätte der Gastlichkeit (die "Villa Schratt an der Traun", © Sega-Wirt) stieß dann auch die 'Zafira-Gang' zu uns. Rene, Tom und die beiden Andis. Der Tee war gehaltvoll wie immer und die scharfen Würste lecker. Einziger Wermutstropfen war daß es uns zwar gelang den Chef des Segafredo photographisch festzuhalten als er sich bei der Konkurrenz verpflegte da ihm sein eigenes Lokal zu teuer ist, ihn aber nicht mit den Photos erpressen konnten. Na gut, sie werden dann also mit passenden Kommentaren in der Ischler Faschingszeitung veröffentlicht...

Nach der Futteraufnahme ging es ins Segafredo - nach wie vor kein Glück mit Erpressungsversuchen beim Wirt, dafür aber gingen die üblichen Verdächtigen wieder den üblichen Aktivitäten (siehe erstes Listentreffen) nach. Alle brachen relativ früh (d.h. noch mitten in der Nacht) auf, schließlich wollte man ja fürs Skifahren fit sein... Alle? Nicht ganz! Die beiden Nichtskifahrer Stefan und Andreas (nicht Randy Andy, der wollte ja Snowboarden) sowie Herbert blieben. Was genau die drei dann bis halb Fünf Uhr morgens taten wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Es dürfte allerdings recht feuchtfröhlich gewesen sein. Angeblich waren Stefan und Andreas auch einigermaßen matratzenhorchtechnisch gefordert, da auf unbekanntem Weg das Bettzeug nicht einsatzbereit gewesen sein soll. Herbert hatte derartige Probleme nicht, da er der Sage nach auf seinem heimischen Sofa übernachtete.

Samstag - das Skifahren

Im Morgengrauen (Gell Herbert, das Wort hat eine konkrete Bedeutung?), sprich um 8h15 war die gemeinsame Abfahrt ins Skigebiet geplant. Irgendwie wurde das dann leider doch ein wenig wirr, da offensichtlich zwischen dem Ortsteil Rettenbach und dem Jugendgästehaus im Zentrum ein unberücksichtigter Zeitzonenwechsel liegt. Mittels eifriger Telefonate wurden alle bis auf Herbert unterwegs aufgesammelt.

Was Herbert angeht, so traf der Gute so gegen 11 Uhr in Rußbach ein, nachdem er zwei Mal unterwegs umdrehen mußte um diverse vergessene Kleinteile wie Ski oder Handschuhe zu holen. Seinen Anblick als er in die Skihütte kam werde ich nicht so schnell vergessen: wirres Haar und der Teint einer gepflegten Käsemilbe... Außerdem trank er doch tatsächlich Fanta! Schade daß ich keine Kamera da hatte, alleine die Fanta wäre es wert gewesen für die Nachwelt festgehalten zu werden.

Was das Skifahren angeht, so war der Tag erfreulich. Es hatte über Nacht ein wenig geschneit und auch der Hochnebel verzog sich im Laufe des Tages. Kurz, ein feiner Tag. Christian verdient besondere Bewunderung: er stand das erste mal seit 25 Jahren (oder so) wieder auf Skiern! Wie nicht anders zu erwarten, war die ursprünglich geplante Aufteilung in Gruppen nach Leistung nicht zu halten, genauso wie die einzelnen Skifahrer.

Unser Fixpunkt im Skigebiet war die Hornhütte, eine winzige, gemütliche Almhütte mit lustigem Wirt, gutem Futter zu vertretbaren Preisen und überaus originellen sanitären Einrichtungen (Donnerbalken). Dort trafen wir uns einerseits mittags zum Futtern, andererseits nachmittags zwecks Erholen vor der letzten Abfahrt ins Tal. Nicht einmal das Kamerateam des ORF konnte unsere gute Laune trüben.

Und in dieser Hütte war es auch, daß unsere beiden Flachländer - sprich Nichtskifahrer - uns nachmittags besuchen wollten. Die Bergbahn fanden sie auch, am Gipfel angelangt gingen sie allerdings in die falsche Richtung. Logischerweise fanden sie so nicht zur Hütte und kehrten unverrichteter Dinge wieder ins Tal zurück. Schade! Da ist ihnen was entgangen.

Bis auf Chris' Vater, der sich bei einem Sturz verletzte (nichts gebrochen, gottseidank!) kamen wir alle wieder wohlbehalten nach Ischl zurück.

Abends

Programmpunkt eins: Futter fassen. Richtige Programmierer gehen natürlich zum Chinesen. Nur Tom und Rene verweigerten, allerdings nicht weil sie keine richtigen Programmierer sind, sondern weil ihnen nach einer Woche Chinarestaurant das Zeug verständlicherweise bei den Ohren rausquillt. Die Vorräte an 'roter Marmelade' waren schließlich deutlich dezimiert, T. & R. wieder bei uns also gings vereint auf ins Nachtleben.

Hah! Nichts war's mit Tom und Rene und ihren von '8 mile' inspirierten Plänen! Wird wohl der Muskelkater gewesen sein... So fanden sich denn alle brav im Segafredo ein, diskutierten so sie nicht zu müde waren und schossen nur wenige Fotos. Aus unerfindlichen Gründen nahm Herbert nicht an dem Abend teil was vielleicht auch die geringere Anzahl gutaussehender Mädchen in der Nähe unseres Tisches erklärt. (Oder waren wir nur zu müde um attraktiv zu wirken?) Jedenfalls brachen alle recht früh auf.

Sonntag - Muskelkater

Kaffee tanken war die Devise. Natürlich im 'Zauner'. Danach hieß es wieder 'Sonnenbrillen aufsetzen', ächzend aufstehen und ab in die Heimat. Ach ja, skifahren gegangen ist nur Christoph - den Kaffee verdanken die anderen der Tatsache daß sie verschlafen haben...

Fein war's, Spaß hat's gemacht und der Muskelkater war auch nur halb so schlimm. Bis zum nächsten Mal!

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